Heilkraft

Der Holunder arbeitet wie eine kleine chemische Fabrik, die auf natürlichem Wege viele lebensnotwendige Substanzen herstellt. Dazu gehören Hormone, Vitamine, Enzyme, Eiweißstoffe, Schleim- und Zellstoffe, Zucker und Kieselsäure.
Die Blüten als Teezubereitung wirken schweißtreibend und schleimlösend. Die Beeren haben blutbildende und -reinigende, abführende, aber vor allem abwehrstärkende Eigenschaften. In den Blättern sind Wirkstoffe enthalten, die schmerzlindernd und hautreinigend sind.

Wandern im bayerischen Wald

Auch Rinde und Wurzel des Holunders werden medizinisch als Abführmittel und in der Wundbehandlung angewendet. Als „schnelle Hilfe“ kann ein zwischen den Fingern zerquetschtes Holunderblatt bei Insektenstichen überraschende Linderung bringen.

Mythos

Von alters her begegneten die Menschen dem Holunder mit Achtung und Verehrung. Er war der Sitz der Hollinnen. Das Märchen von Frau Holle erinnert uns noch heute daran. Seine hellen Blüten stehen für Neubeginn und Licht, die dunklen Beeren für das Vergängliche und den Tod.

Das wuchsfreudige Austreiben im
Frühjahr und seine hohe
Regenerationsfähigkeit galten als
Hinweis auf die Stärkung der Abwehrkräfte.